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Geschenke zur Geburt – Die besten Geschenkideen

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Es ist ein Junge! Es ist ein Mädchen!


Eine Geburt ist ein freudiges Ereignis: Eine Familie wächst oder entsteht, ein neuer Mensch betritt das Leben und wird in eine Familie aufgenommen. Das ist immer ein Grund zum Feiern. Machen Sie Ihren Verwandten oder Freunden eine Freude zu diesem tollen Ereignis und schenken Sie etwas zur Geburt. Auf Geschenke-Geburt.info finden Sie über 1.000 tolle Geschenkideen mit denen Ihnen sicherlich das richtige Geschenk gelingt.


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personalisierte Geschenke zur Geburt

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Geschenkfinder – So finden Sie das passende Geschenk

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Es gibt viele Arten, einen Menschen zu feiern

Im deutschsprachigen Raum gibt es ganz unterschiedliche Bräuche, den neuen Mitmenschen zu feiern: Manchmal kommen Freunde und Freundinnen, Nachbarn und Nachbarinnen, Kollegen und Kolleginnen nach und nach zu Besuch, um einzeln eine kurze Aufwartung zu machen, eventuell Hilfe anzubieten und selbstverständlich ein Willkommensgeschenk abzugeben. In anderen Familien wird die Geburt als eigenes Fest gefeiert, alle geliebten Menschen sind zu Kaffee und Kuchen, zu einem Mittag- oder einem Abendessen eingeladen. Neudeutsch bezeichnet man das als Babyparty, und in manchen Fällen findet die auch schon vor der Geburt statt. Nämlich dann, wenn die werdende Mutter Wert darauf legt, die ersten Wochen gemeinsam mit dem Kind in relativ unaufgeregter Ruhe zu genießen. Andere Familien legen die Geburtsfeier mit einer Tauffeier zusammen.

So vielfältig wie die Feierlichkeiten sind die Gründe für Geschenke

Ganz gleich, wie das gehandhabt wird – ein Geschenk gibt es eigentlich immer. Als kleine Unterstützung der Familie (Kinder sind teuer), als nette Aufmerksamkeit, zum Ausdruck der Freundschaft und Verbundenheit, weil man sich aus irgendeinem Grund verpflichtet fühlt, oder einfach, weil Schenken Spaß macht. Und natürlich verleihen die Geschenke auch der Freude Ausdruck, dass Mutter und Kind sowohl Schwangerschaft als auch Geburt gut überstanden haben.

Manchmal sollten Geschenke warten

Manchmal geht bei einer Geburt nicht alles gut. Manchmal kommen Kinder mit Beeinträchtigungen auf die Welt, erkranken, oder es kommt zu anderen Komplikationen. Das ist kein Grund, auf Feierlichkeiten und Geschenke zu verzichten. Allerdings ist in diesen Fällen zwischenmenschliches Feingefühl gefragt: Die Eltern freuen sich selbstverständlich auch im Falle von gesundheitlich problematischen Situationen über ihr neues Familienmitglied. Aber gleichzeitig sind sie in einer mental schwierigen Situation, und ihnen ist vielleicht nicht nach ausgelassenem Feiern zumute. In diesem Fall darf man seiner Freude über die Geburt als der Familie nahestehender Mensch durchaus Ausdruck verleihen. Aber hinsichtlich geplanter Feierlichkeiten ist eine feine Abstimmung mit den Wünschen und Bedürfnissen der betroffenen Familie wichtig. Und das gilt auch für Geschenke zur Geburt. Ob Geschenke in diesem Fall überhaupt erwünscht sind (meistens sind sie das) sollte ebenso vorsichtig sondiert werden wie die Art der Geschenke. Sind Kinder in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt, ist das oft mit schwer kalkulierbaren Kosten und Aufwendungen der Familie verbunden. Viele Familien sind in diesem Fall für Unterstützung in Form von sehr speziellen Geschenken („Wir brauchen noch …“) dankbar. Auch finanzielle Zuwendungen oder seelischer Beistand („Ich brauch einfach mal jemanden zum Reden …“) sind in diesen Fällen angebracht. Verständnis dafür, dass Feierlichkeiten und Geburtsgeschenke unter Umständen ein paar Wochen oder Monate warten müssen, ist selbstverständlich vorausgesetzt.

Sie basteln gerne? Prima – selbstgemacht kommt immer gut an!

Vorausgesetzt natürlich, dass Sie sich an den Bedürfnissen der Familie orientieren. Niemand benötigt das fünfte Schlüsselbrett aus dem „Laubsäge für Anfänger“-Kurs der Volkshochschule …

Wer gut mit Holz umgehen kann und vielleicht eine entsprechende Ausbildung hat, darf den werdenden Eltern schon vor der Geburt Hilfe mit den Kindermöbeln oder Spielzeug anbieten. Selbst geschreinerte Babywiegen, kleine Stühle für die ersten Sitzversuche, eine Puppenwohnung oder ein geschnitztes Auto, hinter dem der kleine Bub in einem halben Jahr her krabbeln kann, sind sehr individuelle Geschenke. Sie haben einen hohen Wert, denn sie sind nicht nur mit viel Zeitaufwand handgefertigt, sondern diese Gegenstände werden im Laufe der Entwicklung des Kindes auch tatsächlich benötigt. Dementsprechend entlasten sie die Eltern und sind somit Geschenke für Eltern und Kind. Sie suchen Ideen? Hier eine kleine Ausführung, was Kinder und Eltern so alles benötigen, und was sich mit etwas Geschick selbst herstellen lässt:

  • Socken, Mützchen, Decken, Kuscheltier: Kann man zwar alles kaufen, aber selbstgemacht, und dann auch noch aus hautverträglichen natürlichen Textilien, kommt das Ganze noch viel besser an. Hochwertige Babykleidung kann aus Bio-Baumwolle oder entsprechender Schafwolle gestrickt oder genäht werden. Vielleicht als Abo, das die ersten fünf Kindes abdeckt und dann greift, wenn die Sachen benötigt werden? Eine Krabbeldecke in Quilt-Technik, die später als Spieldecke oder Tagesdecke auf dem Bett dient, ist ebenfalls eine gute Idee. Kuscheltiere können genäht, gehäkelt oder gestrickt sein.
  • Bausteinchen, schlichte Holzautos, Rutschbretter, Spielbogen: Die Kleinsten beschäftigen sich recht schnell mit motorischen Herausforderungen. Alles, was sich greifen, schieben, schubsen, ansabbern und anderweitig bewegen lässt, macht den Kindern ab einem Alter von etwa 10 Wochen nicht nur Spaß, sondern fördert auch ihre Entwicklung. Ein schräg an das Bett gelehntes und befestigtes Brett wird beispielsweise erst zur Kullerbahn für den bimmelnden Ball, dann zur Rennstrecke für das Auto, dann zur Rutschbahn und letztendlich zum Balancebrett. Nutzdauer: Fünf Jahre wenigstens.
  • Der erste Stuhl und der erste Tisch. Kinder setzen sich irgendwann zwischen dem 6. und dem 11. Lebensmonat selbständig auf und beginnen dann auch ganz schnell, sich an Möbeln hochzuziehen. Sie wollen sitzen wie die Großen. Wenige Kindermöbel sind wirklich in der Größe auf die Kleinsten abgestimmt und dazu noch stabil, aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien und kostengünstig. Ein kleiner Stuhl und ein kleiner Tisch, eine winzige Sitzbank oder eine mit Geländer versehene Trittleiter (auch als Lernturm, Stehhochstuhl oder Montessori-Stuhl bezeichnet) machen Kindern in den ersten fünf Lebensjahren wirklich Spaß. Und den Eltern meist auch.
  • Draußen-Spielzeug: Vom selbstgenähten Sonnensegel über den Laufwagen für die Straße bis hin zu Sandkiste, Schaukel in Omas altem Apfelbaum oder Klettergerüst in Papas Garten: Bewegung an der frischen Luft ist gut, und Kinder können im Schatten wirklich viel spielen und lernen. Outdoor-Equipment ist allerdings in der Anschaffung recht kostenintensiv (oder aus schreiend buntem Plastik), weshalb Familien für Geschenke dieser Art oft dankbar sind. Übrigens lassen sich Schaukeln, Kletterringe und Seilleitern für Kinder auch am Türreck im Kinderzimmer befestigen. Draußen-Spielzeug für Drinnen, sozusagen.

Das sind natürlich nur ein paar wenige Ideen. Jeder, der von etwas Ahnung hat, eine entsprechende berufliche Ausbildung genießen konnte, darf Eltern und Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vom selbstgestalteten Kinderbuch über professionelle Fotoshootings mit oder ohne Baby (vielleicht als Abo-Geschenk für alle wichtigen Ereignisse bis zur Einschulung?) bis hin zur Lebensmittellieferung vom eigenen Bio-Bauernhof ist natürlich alles möglich.

Was benötigt wird, kommt eigentlich immer gut an

Für viele Familien sind Kinder heute ein Kostenfaktor. Es ist nicht mehr wie früher, dass Kleider über Generationen vererbt werden, Möbel lange in der Familie bleiben und Spielzeug auch mehrere Kinder überdauert. Die heutige Konsumgesellschaft ist eine Wegwerfgesellschaft. Dementsprechend viel geben Eltern für ihre Kinder und deren Ausstattung aus, auch wenn das rein objektiv betrachtet gar nicht immer nötig ist. Heute will man mithalten und dem Kind möglichst viel gönnen. Dabei orientiert man sich zunehmend an dem, was in den Medien präsentiert wird. Die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern und Eltern rücken dabei manchmal in den Hintergrund. Geldgeschenke sind in dieser Hinsicht zwar praktisch, aber eben auch nicht sehr fantasievoll oder individuell. Wer zur Geburt sinnvoll schenken will, sollte zwei Dinge beachten:

  • Mit den Eltern kurzschließen: Was wird benötigt? Was davon darf auch gebraucht von den eigenen Kindern sein oder aus dem Gebrauchtwarenhandel stammen? Auf diese Weise werden Umwelt und Portemonnaie geschont, und vielen gut erhaltenen Dingen kann zu einem sinnvollen zweiten Leben verholfen werden. Zusätzlich wird manches leistbar, was neu vielleicht gar nicht finanziert werden könnte.
  • Mit anderen Schenkenden zusammentun: Was wird bereits geschenkt? Welche größeren Anschaffungen könnte man gemeinsam stemmen und damit die Eltern wirklich gut entlasten? Vom Kinderstuhl über den Kinderwagen oder das Tragetuch bis hin zu einem Gutschein für einen Baby-Schwimmkurs, PeKiP-Programme und ähnliche Maßnahmen ist viel möglich, wenn alle mithelfen.

Ganz individuell für Dich gefertigt …

Personalisierte Geburtsgeschenke sind in Mode. Man bekommt sie eigentlich überall angeboten. Der Babyausstatter bietet den Stickservice für Namen auf Handtüchern und Kleidung an. Im Juweliergeschäft lassen sich Babyarmbänder mit deren Namen und Geburtsdatum gravieren. Für die Eltern gibt es entsprechende Armbänder und Anhänger für die Halsketten ebenfalls, sie können ihren Nachwuchs gesammelt mit Geburtsdatum und Namen am Handgelenk oder um den Hals tragen. Warum auch nicht? Wer personalisierte Geschenke mag, darf auch über den Fotorahmen mit Namen und Geburtsdatum oder ein ebenso individuell gestaltetes Fotobuch nachdenken. Ein personalisiertes Babygeschenk ist auch der Bastelsatz für einen Gipsabdruck der Babyhände und -füße, inklusive Rahmen oder Sockel mit Name und Geburtsdatum. Eine weitere Geschenkidee ist Kinderbesteck. Etwa mit zwei bis drei Jahren werden Kinder ihr erstes Set aus Löffel, Messer und Gabel aus Metall in die Hand bekommen und damit adäquate Tischmanieren lernen. Wenn das Besteck den Namen trägt, ist das nicht nur nett, sondern kann innerhalb der Familie vor Verwechselungen bewahren und ist für die Kinder etwas ganz Besonderes.

Diese personalisierten Geschenke richten sich insgesamt eher an die Eltern, denn die Kinder können während ihrer ersten Lebensjahre damit noch nicht viel anfangen. Ihnen ist es vermutlich recht egal, ob auf dem Handtuch der Name steht oder nicht. Diese Dinge haben Erinnerungswert, wenn sie entsprechend lange gepflegt und aufbewahrt werden. Ob die Dinge die Zeit überdauern oder bei einem Umzug verlorengehen, kaputt gehen oder aus einem anderen Grund einfach verschwinden, wird sich aber naturgemäß immer erst im Nachhinein zeigen.

Wenn es etwas ganz Besonderes sein muss

Es gibt Geschenke zur Geburt, die sind schon fast Standard. Ein Strampelanzug, ein Stramplerset, ein hübscher Schnuller mit Kette oder eine Babyflasche gehören genauso dazu wie noch ein paar selbstbestrickte Kratzsocken von Uroma Adalberta oder das Badeöl für Babys. Nicht alle Menschen freuen sich über solche Standardgeschenke, die oft unbenutzt verstauben und nach einiger Zeit im Müll landen. Sollten Sie nach ganz besonderen Geschenkideen suchen, werden Sie bei kleinen Floh- und Handwerkermärkten genauso fündig wie im gut sortierten Bio-Laden (neben Nahrungsmitteln auch Pflegeprodukte, Kleidung und Windeln für die Windeltorte) und bei Portalen wie DaWanda. Handwerker/-innen bieten manchmal individuell gefertigte Möbelstücke zu leistbaren Preisen an, und natürlich kommt auch ein Kurs in Babymassage für Mutter und Kind bei der Hebamme des Vertrauens als Geburtsgeschenk in Frage. Besondere Geschenke zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie sowohl für Schenkende als auch für Beschenkte besonders sind. Rücksprache mit den Eltern, ob so ein besonderes Geschenk gewünscht ist, kann also auch in diesem Fall ratsam sein.

Auf die Lebenssituation abgestimmt

Eine Familie, die bereits drei Kinder hat, braucht vermutlich keine Kleidung und auch keine Kindermöbel. Eine Windeltorte, ein Windel-Abo oder ein Jahresvorrat an Creme, Duschgel oder Badezusatz der Lieblingsmarke ist hier eher erwünscht. Das sind besondere Geschenke, die auf die Lebenssituation der Familie Rücksicht nehmen. Dazu gehören auch Gutscheine für benötigte oder gewünschte Kurse (von Rückbildung oder anderen therapeutischen Maßnahmen über Baby-Schwimmen bis hin zu Aquagymnastik oder Yoga für die sportlich ambitionierte Mama, Kinderyoga für gestresste Geschwisterkinder und ähnliches).

Ein anderes Thema ist es, wenn eine Familie besondere Bedürfnisse hat. Das können Mehrlingsgeburten sein, bestehende Beeinträchtigungen, die Interventionen oder Gerät erfordern und ähnliches. Für die Unterstützung beim barrierefreien Umbau der Wohnung sind die meisten Eltern genauso dankbar wie für zweckgebundene Geldgeschenke, beispielsweise für einen Zwillingskinderwagen.

Geschenke müssen nicht unbedingt materieller Art sein

Egal, was in den Medien behauptet wird: Eine Geburt schwächt Frauen. Deshalb ist es ganz natürlich, wenn in den ersten Tagen und Wochen zu Hause nicht alles rund läuft oder auch mal gar nichts läuft. Ein ganz besonderes Geschenk zur Geburt kann also auch sein, wenn Sie zweimal täglich vorbeikommen und eine warme Mahlzeit für die Familie vorbeibringen. Oder wenn Sie für ein paar Wochen den täglichen Gang zur Bäckerei übernehmen und die Familie mit Brot und Brötchen versorgen. Wasch- und Putzdienste sind ebenfalls willkommen. Sollte es ältere Kinder geben, dürfen Sie Hausaufgabenhilfe, Zoobesuche, Museumsbesuche, Fahrdienste in Sport- und Musikvereine und dergleichen anbieten. Hunde müssen vielleicht ausgeführt werden, oder der Garten braucht Pflege. Diese Art von Geburtsgeschenk hat zwar weder Geschenkpapier, noch eine Schleife drumherum, ist aber eine echte Erleichterung und wird in der Regel dankend angenommen. Seien Sie kreativ! Ihnen fallen bestimmt noch andere „Dienstleistungen“ ein, die bei Eltern, Geschwisterkindern, im Haus lebenden Großeltern und anderen Familienmitgliedern gut ankommen.

Geburtsgeschenke können sich an Mütter, Väter, Jungen, Mädchen oder Geschwisterkinder richten

Es gibt keine verbindliche Norm, wer überhaupt zur Geburt beschenkt wird. Oft sind es die Kinder, die mit Strampler, Schnuller oder Windeln adressiert werden. Manchmal wird auch der Mama etwas Gutes getan, in Form von Stillkissen, Tragetuch oder einem guten Duftöl. Warum eigentlich? Väter, Geschwister und Großeltern gibt es doch auch!

Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Jungen bekommen blaue oder grüne Kleidung geschenkt, erhalten zur Geburt Dinos, Hunde und Bären zum Kuscheln, Spielzeugautos und Bausets. Mädchen bekommen rosa und weiße Kleidung geschenkt, erhalten zur Geburt Einhörner, Engel und Püppchen zum Kuscheln, Schmuck und Puppenwohnungen. Warum eigentlich? Was wäre wenn … das Mädchen einen grünen Strampelanzug trägt und auf einem Plastikdino herumkaut?

Es ist zwar dank der Hersteller mit ihren sehr speziellen Angeboten sehr einfach, bei den Geschenken zur Geburt zu gendern, also geschlechtsspezifisch zu schenken. Aber man muss das nicht mitmachen. Es gibt durchaus Möglichkeiten, geschlechtsneutral zu schenken. Die bereits erwähnten Gutscheine für Kursangebote gehören ebenso zu den neutralen Geschenken wie Kleidung in Farben und Designs, die beide Geschlechter anspricht, die berühmte Windeltorte und das Windel-Abo (Vorsicht: Windeln gibt es auch in Blau und Rosa!) sowie Holz- und Greifspielzeug, das unisex ist. Auch das berühmte Sparbuch, das Oma und Opa zur Geburt einrichten, ist nicht an das Geschlecht des Kindes gebunden (sondern aus anderen Gründen aus der Mode geraten).

Mama braucht kein Massageöl!

Nun ja, darüber lässt sich vermutlich streiten. Aber wenn man mal etwas tiefer nachdenkt, wird es offensichtlich: Frauen unterstellt man indirekt, sich nach der Geburt in erster Linie mit dem Hübschmachen des eigenen Körpers zu beschäftigen. Pflegecremes, Massageöle (mit Anleitung zur Zupfmassage, damit sich der Bauch wieder anlegt), Gymnastik per DVD, Broschüre oder Kurs für die schlanke Linie und natürlich die entsprechenden BHs, Blusen und Hemdchen für den Alltag mit Milch und Säugling sprechen eine deutliche Sprache. Was wäre, wenn man der Mutter zur Geburt ein romantisches Candlelight-dinner mit dem frischgebackenen Vater schenkt? Sie können natürlich auch einen gemeinsamen Besuch in Kino oder Theater organisieren, eine lange gewünschte CD schenken oder ein Buch, das kein Erziehungsratgeber ist.

Die Botschaft: Frauen sind auch dann nicht nur Mütter, wenn sie ein Kind haben. Sogar mit Kind haben sie noch Hobbys fernab von Haushalt, Küche, Kindererziehung und Kosmetik. Daran dürfen Sie gerne denken, wenn Sie in Gedanken Geschenkideen zur Geburt durchgehen.

Eine Familie besteht aus mehr als nur Mutter und Kind

Bei Geburtsgeschenken werden Väter und Geschwisterkinder gerne vergessen. Dabei freut sich Papa auch, wenn er zur Geburt eine nette Kleinigkeit erhält. Sie dürfen die Windeltorte natürlich auch explizit dem Vater anstelle der Mutter überreichen. In vielen modernen Familien wird eine solche Geste freudig bemerkt. Was für die Mütter gilt, gilt auch für die Väter: Einerseits sehen sie sich in der Pflicht, sich möglichst perfekt um den Nachwuchs zu kümmern (Stichwort Sport gegen die sogenannte Papaplautze, Ratgeber zur Kindererziehung und Kursangebote), andererseits sind sie natürlich immer noch Personen in ihrem eigenen Recht und wollen nicht allein über das Vatersein definiert werden. Als Geschenke kommen also immer noch Kinokarten, Fußballtickets, Rätselbücher oder ein neues Notenheft für die Trompete in Frage.

Bereits in der Familie lebende Kinder dürfen nicht vergessen werden. Auch sie freuen sich über die Geburt, müssen aber allzu oft zurückstecken. Denn Babys nehmen viel Zeit von Eltern und Besuchern/Besucherinnen in Anspruch. Vergessen Sie diese Kinder nicht! Ein Geschenk ganz für sie alleine, nach ihren Hobbys ausgewählt und ohne Bezug zum neuen Familienmitglied sind ideal, um Geschwisterkinder in Feierlaune zu versetzen. Auch hier sind Erlebnisgeschenke wie Kinobesuche, Eintrittskarten für was auch immer und geschenkte Zeit willkommen. Da Babys das Schlafen in der Nacht erst lernen müssen, sind insbesondere Schulkinder für Übernachtungsangebote bei Freunden/Freundinnen oder Großeltern manchmal sehr dankbar. Sie befinden sich bei Klausurenphasen in Schule, Ausbildung oder Uni in wirklich schwierigen Situationen, weil man unter Schlafmangel einfach nicht gut lernen kann. Solche Angebote sollten aber erstens nur ehrlich gemeint und zweitens mit dem nötigen Feingefühl ausgesprochen werden, um Neid und Eifersucht zwischen Geschwistern nicht zu fördern. Auch Grundschulkinder haben schon Verständnis dafür, dass einerseits Babys Krach machen und vieles erst lernen müssen, sie also Verständnis für das Geschwisterkind aufbringen sollen, sie aber andererseits auch ihre eigenen Rechte haben und durchaus bei entsprechendem Bedarf „eine Extrawurst“ bekommen dürfen. Kindgerechte Erklärungen tragen sicherlich zu diesem Verständnis bei.